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Messenger Apps auf dem Smartphone sind heutzutage kaum noch wegzudenken. Doch wie sieht es mit der Sicherheit mancher dieser Apps aus? Sind die Nachrichten, die man untereinander austauscht, wirklich vor den Augen anderer sicher? Zumindest nicht bei allen Messengern.

ThreemaThreema setzt bei der Kommunikation auf eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung, d.h. niemand anders, außer den Kommunikationspartnern selbst, kann die Nachrichten lesen, denn erst auf dem eigenen Gerät wird die Nachricht wieder entschlüsselt und für den Empfänger lesbar gemacht. Selbst der Betreiber des Kurznachrichtendienstes kann den Inhalt der Kurznachrichten nicht mitlesen, da diese verschlüsselt bis zum Abruf der Nachricht auf dem Server abgelegt und dann sofort gelöscht werden, sobald sie beim Empfänger ankommen.

Beim Einrichten des Threema Accounts muss auf dem Smartphone ein Schlüssel generiert werden. Dazu wischt man mit einem Finger in einem vorgegebenen Bereich mit zufälligen Wischgesten so lange hin und her, bis daraus ein zufallsgenerierter Schlüssel erstellt wird. Ebenfalls kann man seine Email und/oder Handynummer mit dem Account verknüpfen, damit ist es für Freunde, Bekannte, Familie, … einfacher einen selbst als Threema Nutzer zu finden. Dies ist aber kein Muss! Man kann auch manuell Kontakte hinzufügen.

Die Sicherheitsstufe bei Threema arbeitet mit einem Ampelstatus. Hat man sein Adressbuch synchronisiert, dann werden die Threema Nutzer mit einem orangenem Status eingestuft. Dabei werden die öffentlichen Schlüssel vom Threema Server heruntergeladen. Beim orangenem Status ist sicher, dass es sich auch um die richtige Person handelt, da sich diese zuvor mit Handynummer und/oder Emailadresse registriert hat.

Möchte man aber 100% sicher sein, dass es sich bei der Person auch wirklich um die richtige Person handelt, hat man die Möglichkeit einen QR-Code, welcher die ID und den öffentlichen Schlüssel beinhaltet, direkt vom Smartphone des Kontaktes abzuscannen. Dazu ist es natürlich ratsam, dies persönlich zu machen, und nicht den QR-Code über unsichere Medien zu verschicken, weil man evtl. gerade nicht die Möglichkeit hat, sich persönlich zu treffen. Hat man den QR-Code erfolgreich abgescannt, so wird der Ampelstatus des Kontaktes grün. Nun kann man sich sicher sein, dass die Nachricht auch wirklich an den gemeinten Empfänger geht, und nicht an einen, der sich vielleicht als diesen ausgibt.

Threema macht es also vor, wie es funktionieren sollte. Ich habe die App mittlerweile einige Monate im Einsatz und bin mit der Entwicklung sehr zufrieden. Es werden kontinuierlich neue Funktionen und Updates eingebaut, zuletzt kam die Funktion von Gruppen dazu, wie man sie von Whatsapp auch kennt.

Mit 1,60 EUR (Android) bzw. 1,79 EUR (IPhone) (Stand:06.02.2014) ist die App noch nicht mal besonders teuer, gerade wenn man bedenkt, das die paar Euro in die Sicherheit investiert werden. Ich persönlich habe ein paar Kontakte, die Threema nutzen. Es wäre aber schön, wenn es stetig mehr werden würden, damit wir der NSA oder anderen Dateninteressierten nicht alle unsere Daten zum Fraß vorwerfen müssen und uns zumindest ein bißchen dagegen wehren können!