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“Sprachen lernen? Würde ich gerne, aber dafür habe ich leider keine Zeit!” Das ist schon lange keine Ausrede mehr! Denn im Zeitalter des Internets kann man das bequem von zu Hause aus auch im Internet erledigen. Ob solche Kurse auch etwas taugen, teste ich gerade im Selbstversuch.

Da ich selbst Italienfan bin, die Sprache aber leider nicht fließend sprechen kann (nur ein paar Sätze und Vokabeln), habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich mich denn in der Richtung ein wenig weiterbilden kann. Dabei habe ich mich erst mal in der Gegend umgeschaut, welche Möglichkeiten es denn da so gibt. Von Volkshochschulkursen über Kurse an Fremdspracheninstituten war alles dabei. Allerdings haben die auch so ihren Preis. Ich habe wirklich lange überlegt, einen solchen Kurs mal zu buchen, weil man dann einen richtigen Lehrer hat, der einem die Sprache beibringt, aber mich scheut dann trotzdem immer noch der Aufwand und der Faktor Zeit, der damit verbunden ist – Anfahrt und Co. Und die Zeit ist für mich persönlich ein kostbares Gut. Also habe ich nach Möglichkeiten gesucht, möglichst flexibel zu sein und dennoch einen guten Lernerfolg zu erzielen.

Eine weitere Möglichkeit wäre es, sich Kurse auf CD/DVD zu besorgen, um damit zu Hause lernen zu können, wann immer man möchte. Ist es aber ein PC Kurs, so ist man an seinen PC zu Hause, oder wo auch immer man den Kurs installiert gebunden, ist es ein Audiokurs, so kann man diesen zwar überall mit hinnehmen, hat aber nichts visuelles mit dem man die Grammatik und den Wortschatz festigen kann (man könnte es vielleicht zusätzlich nutzen). Also habe ich nach weiteren Alternativen gesucht.

In der Vergangenheit habe ich mal Babbel.com genutzt und war eigentlich ganz angetan davon. Auch die Birkenbiehl-Methode habe ich versucht. Allerdings habe ich nicht lange durchgehalten. Jetzt habe ich aber Babbel wieder entdeckt und die nächsten Lektionen durchgearbeitet, wann immer ich mal abends einen Moment Zeit dafür hatte. Damals war es noch nicht so bequem möglich, vom Smartphone oder Tablet aus die Lektionen durchzuarbeiten. Das war meine ich damals auch der Grund, warum ich nicht am Ball geblieben bin. Mittlerweile ist Babbel in diesem Bereich aber sehr gut und es gibt kaum vergleichbare Anbieter, die diese Qualität im mobilen Sektor bieten. Man ist so also nicht an einen Ort gebunden, an dem man lernt, sondern kann seine Lektionen überall mit hinnehmen.

Das Ganze habe ich noch kombiniert mit busuu.com (Da gab es gerade ein Angebot 🙂  ) und ebenso habe ich eine App namens “Hello Talk” gefunden, wo man Gleichgesinnte findet, die ebenso eine Fremdsprache lernen wollen und auf der Suche nach “Tandem-Partnern” sind. Dort habe ich jemanden aus Italien gefunden, der Deutsch lernen möchte, ich wiederum möchte Italienisch lernen, so können wir uns gegenseitig beim Sprechen oder Schreiben unterstützen. Ein positiver Seiteneffekt ist es, dass man neue Leute kennenlernt und gemeinsam Spaß am Lernen hat.

Außerdem habe ich mir noch ein Lehrbuch bestellt, “Il primo morto”. Dieses Buch beinhaltet drei italienische Geschichten und ist auf dem Niveau A1 des europäischen Referenzrahmens für Sprachen geschrieben. Ich bin erstaunt, wie viel ich bereits aus dem Buch verstehe. Auch wenn nicht jede Vokabel sitzt, kann man es sich entweder aus dem Kontext herleiten oder man nutzt eben eine Übersetzungsapp oder ganz klassisch ein Wörterbuch. 😉

Ich bin gespannt, wo die Reise noch hinführt und ob sich mein Italienisch dadurch wirklich verbessert. Man muss natürlich seinen inneren Schweinehund überwinden. Von nichts kommt nichts. Die Apps nur pro forma auf dem Mobilgerät installiert zu haben oder die Bücher im Regal stehen zu haben bringt gar nichts, man muss schon selbst aktiv werden und die Mittel auch nutzen. Man macht ja auch nicht Sport, wenn man im Fitnessstudio angemeldet ist, aber nicht hingeht ;-), nur weil es gut für das Gewissen ist, dort angemeldet zu sein. 🙂

Fazit:

Bislang macht es mir sehr viel Spaß, so im Eigenstudium Italienisch zu lernen. Ich merke bereits jetzt nach ein paar Wochen, dass sich meine Kenntnisse sehr verbessert haben. Die Übungen bei Babbel.com sind gut strukturiert aufgebaut. Man lernt neue Vokabeln, Stück für Stück die italienische Grammatik und ebenso ein bisschen der italienischen Kultur. Durch die App “Hello Talk” (welche zwar bei Weitem noch nicht ganz ausgereift ist) habe ich neue, gleichgesinnte Leute kennengelernt, mit denen ich mich in Italienisch austauschen kann. Aus meinen italienischen Lieblingslieder verstehe ich auch immer mehr. Außerdem schreibe ich mir mit meinem Onkel auch immer in Italienisch. 🙂
In Summe gesehen denke ich, dass ich mich somit vielleicht irgendwann mal richtig italienisch unterhalten kann. 🙂

Aber mich würde jetzt mal interessieren, ob es Gleichgesinnte unter euch gibt, die vielleicht die gleiche Taktik haben wie ich, oder vielleicht andere Methoden nutzen. Ich bin da offen für alles, was mir beim Lernen irgendwie weiterhelfen kann.

Also dann, raus mit der Sprache 🙂

 

Weitere Anbieter für Sprachen:

  • Duolingo (Italienisch aber bislang nur auf Englisch verfügbar. Kostenlos)
  • Mondly Languages (Kostenpflichtig nach ein paar Lektionen, oder wenn man mehr lernen möchte
  • Busuu (In der Basismitgliedschaft kostenlos. Premiumfunktionen gegen monatl. Gebühr)
  • [ … ]

Italienische Podcasts:

Italienisch auf Youtube:

 

Die Listen werden immer mal wieder erweitert….. Wenn ihr weitere Quellen habt, nutzt gerne die Kommentare, ich nehme sie dann mit in die Liste auf. Danke schon mal dafür….