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Was ist das eigentlich, FOSS Fotografie? FOSS bedeutet, Free Open Source Software. FOSS Fotografie ist demnach die Entwicklung bzw. ein Workflow von Fotos mit freier Open Source Software. Der RAW Konverter Darktable, den ich in einem vorigen Bericht bereits angesprochen habe, fällt z.B. darunter.

Die letzten Abende habe ich mich ein wenig mit alternative RAW Konvertern unter Linux beschäftigt. Da ich versuchen möchte, meinen Fotoworkflow FOSS tauglich zu machen, habe ich im Internet nach möglichen Workfows gesucht. Auch für Darktable habe ich nach Beispielen für eine gute Arbeitsweise mit dem Programm gesucht, um mir den Einstieg in die Software zu vereinfachen. Adobes Lightroom ist intuitiv, aber Darktable ist wie schon erwähnt, zumindest anfangs etwas verwirrend, da man dort auch mit unterschiedlichen Modulen zum Erfolg kommen kann, während es bei Lightroom z.B. nur einen oder zwei Wege gibt. Meine Suche galt jetzt aber nicht einem Non-Plus-Ultra Workflow, denn da wird sicherlich jeder Fotograf seinen eigenen, persönlichen Workflow perfektioniert haben, mir war es wichtig, eine gute Übersicht über die Programme zu bekommen und nebenbei auch noch einen guten Einstieg in Darktable. Mit dem Wissen möchte ich dann herumexperimentieren und meinen eigene Arbeitsweise in der Bilderentwicklung perfektionieren.

Bei meiner Suche im Internet bin ich dann auf einen Beitrag von Riley Brandt, einem kanadischen Fotografen, gestoßen. Dort bescheibt er, welche Software er für die FOSS Fotografie einsetzt und wie sein Workflow aussieht. Der Beitrag selbst gibt einem schon eine gute Übersicht und verdeutlicht, dass Linux auf jedenfall die Mittel besitzt, auch als professioneller Fotograf damit zu arbeiten. Riley Brandt hat außerdem einen Video Kurs über die Foss Fotografie erstellt, in dem auch ein großer Teil auf die Entwicklung von Bildern in Darktable abzielt. Ich möchte jetzt keine Werbung für den Kurs machen, ich für mich habe ihn mir jedoch zugelegt, damit ich einen schnellen, guten Einblick in Darktable bekomme. Ich bin ansonsten auch eher der Typ, der gerne ausprobiert und bastelt, aber manchmal tut es auch ganz gut, und es ist mitunter auch zeitsparender, wenn man sich auch mal etwas erklären lässt. 🙂

Bislang bin ich von dem Ganzen noch sehr beeindruckt. Meine ersten Gehversuche mit Darktable sind jedoch noch etwas hakelig. Aber ich werde mal versuchen, zukünftige Bilder nur über FOSS Mittel zu bearbeiten. Der Mensch ist ja bekanntlich ein Gewöhnungstier. Spaß macht dieser alternative Weg bislang allemal.

Aber trotzdem muss ich nochmal erwähnen, dass ich nichts gegen Lightroom habe. Im Gegenteil. Ich finde die Software wirklich sehr gut und ich arbeite gerne damit, habe sogar noch eine Version ohne Abo herumfliegen, aber soweit ich weiß war diese Version nicht die schnellste. Ich bin zwar stolzer Besitzer des Creative Cloud Abos, aber rechnen tut sich das eigentlich nicht. Dafür müsste ich viel mehr den zum Abo gehörenden Photoshop nutzen, damit sich das rechnet, ansonsten tut es auch die Kaufversion von Lightroom. Aber wenn man mit der Zeit gehen will, neue Features haben möchte usw. müsste man sich jedes Mal eine neue Version kaufen. Das kann man natürlich tun, muss es aber nicht. Das ist für mich einer der Gründe, warum ich mich mal nach Alternativen umgesehen habe. Das heisst jedoch nicht, dass ich grundsätzlich nichts für Software zahlen möchte, für gute Programme zahle ich gerne etwas, und wenn es auch nur eine kleine Spende für ein gutes OpenSource Projekt ist.

Bislang kann ich Lightroom auch noch nicht hundertprozentig den Rücken kehren. Muss ich ja auch nicht, aber über den Tellerrand hinausschauen tue ich gerne mal. Mein Hobby soll mir in erster Linie Spaß machen, und da mir Fotografieren Spaß macht, mein Linuxbetriebssystem mir Freunde bereitet, was liegt da näher, als zu versuchen beides zu kombinieren….? 🙂

Ich bin gespannt, wohin sich das entwickelt. Wichtig für mich im Moment ist, es geht auch mit Linux, und das ist auch gut so…..

Hier noch ein kleiner Eindruch von dem Kurs: